Was ist eine Blasenfunktionsmessung?
Ein anderer Name für die Blasenfunktionsmessung ist die "Urodynamik". Wir wollen mit dieser Untersuchung Krankheiten der Speicherfähigkeit der Blase sowie der Urinentleerung herausfinden.
Normalerweise kann ein Mensch je nach Alter und Geschlecht eine bestimmte Menge an Urin in der Blase speichern (Frauen ca. 400 ml, Männer ca. 300 ml), bevor der Drang zum Wasserlassen auftritt. Ist diese Speicherfähigkeit der Blase gestört, spricht man von einer sogenannten "Drangsymptomatik" oder "Instabilen Blase", die verschiedene Ursachen haben kann. Entsprechend differenziert ist die Behandlungsoption.
Die Urinentleerung ist verbunden mit einer Störung des Schließmuskels der Blase infolge ebenfalls einer Fehlinnervation infolge von neurologischen Erkrankungen oder durch eine sogenannte Blasen- oder Beckenbodensenkung z.B. nach Geburten, fehlendem Muskeltraining oder Übergewicht. Man spricht dann von einer sogenannten Stressinkontinenz, die ebenfalls verschiedene Behandlungsmöglichkeiten nach sich zieht.